H. A., 41 Jahre, Syrien

Ich lerne H. kennen, als er gerade ein Interview für einen Radiosender gibt. Besser gesagt, als er genötigt wird, ein Interview zu geben. Der Reporter fuchtelt mit dem Mikro wild vor H.’s Gesicht rum und fragt ihn ständig nach seinen Gefühlen während seiner Flucht. Je weniger H. sagt, desto dringlicher werden der Ton und die Fragen des Reporters. Ich bin kurz davor dazwischen zu gehen. Denn H. antwortet nicht, weil er nicht versteht, sondern weil er nicht will. Aber das merkt der Reporter nicht. Zum Glück gibt er entnervt auf und lässt noch den Kommentar fallen, dass diese Story wohl für die Morgenausgabe gestorben sei. Derweil bräuchten sie doch neben den vielen Fakten unbedingt emotionale Stories.

Doch das ist ein gefährlicher Ansatz. Zum einen, weil solche Fragen die Flüchtlinge zurückwerfen können. Zum anderen, weil Flüchtlinge merken, wenn sie benutzt werden und ihnen kein ehrliches Interesse entgegengebracht wird. Statt sie von ihren Ängsten erzählen zu lassen, brauchen sie wie jeder andere Mensch Wertschätzung und Aufrichtigkeit im Umgang mit ihnen. Schade, dass der Reporter gehen musste, sonst hätte er mitlauschen können und H.‘s folgende spannende Geschichte erfahren. Weiterlesen

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Bassel, 29 Jahre, Syrien

Bassel ist 29 Jahre alt und kommt aus Damaskus. In Syrien hat er Information System Engineering studiert und anschließend als Assistenzprofessor für IT an der Universität von Damaskus gearbeitet. Weiterlesen

Moustafa, 25 Jahre, Syrien

Es schneit, als ich mich mit Moustafa und seinem Freund in einem Café in Passau treffe. Der Sommer in Deutschland sei viel zu kurz, berichten mir die Beiden. Dies ist nur eines von vielen Dingen, an die sie sich gewöhnen müssen. „Vieles ist ganz anders hier in Deutschland“, so Moustafa. Wir unterhalten uns über die Jahreszeiten, aber auch darüber, wie in Deutschland alles durchgeplant ist. In Syrien, so erzählen sie mir, gebe es nur einen Termin, das ist die Arbeit. Die Freizeit gestalte sich viel spontaner und man klopft auch mal unverhofft an die Tür eines Freundes. Eigentlich kann man sich in Deutschland hiervon eine Scheibe abschneiden, denke ich, als ich aus dem Fenster auf die hektischen Menschenmassen schaue, die bereits dem Geschenke-Wahnsinn verfallen sind.

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Firas, 30 Jahre, Syrien

Firas ist vor 6 Monaten nach Deutschland gekommen und nimmt seitdem jede Möglichkeit wahr, sich hier zu integrieren. „Ich mag an Passau besonders die netten Leute und die Universität, da sich viele Menschen hier für Flüchtlinge einsetzen“, erzählt er. Seitdem er in Deutschland angekommen ist, steht für ihn fest, dass er Deutsch lernen möchte. Er spricht sehr offen über das Leben, das er führt, seitdem er hier angekommen ist.

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Rami Atat, 35 Jahre, Syrien

Rami kommt aus Syrien, genauer genommen aus der Stadt Aleppo, und er ist 35 Jahre alt.
Seit 4 Monaten ist er nun in Deutschland. Warum? Weil Bomben ihm alles genommen haben: seine Familie und Freunde, seinen Job, sein Studium und Haus – sein Leben. Weiterlesen

Firas, 26 Jahre, Syrien

Knapp 1 Jahr ist es her, dass Firas aus der syrischen Hauptstadt Damaskus über den gefährlichen Seeweg nach Europa und schließlich nach Deutschland gekommen ist. Die Zeit seit seiner Ankunft hat er genutzt, um Deutsch zu lernen – erfolgreich! Als wir ihn auf Englisch ansprechen, stellt Firas gleich klar: „Nein, nein. Sprechen wir lieber auf Deutsch“.

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