Masih, 19 Jahre, Afghanistan

Vor 3 Jahren kam Masih nach Deutschland und hat hier seitdem viel erreicht: Sein Deutsch ist super, er hat eine Ausbildungsstelle und spielt Fußball in einem Verein in Fürstenzell. Aber fangen wir erst einmal von vorne an…

Als Masih nach Deutschland kam, konnte er gerade mal einen Fetzen Deutsch. Genauso erging es auch seiner Familie. Sowohl seine Eltern als auch seine Schwester und sein Bruder sind nach Deutschland geflohen. Seinen Schulabschluss hat Masih schließlich in Deutschland gemacht, auch seine Schwester geht hier zur Schule und sein Bruder studiert. Im September hat Masih eine Ausbildung als „Fachinformatiker für Systemintegration“ bei der ICUnet.AG in Passau begonnen. Die ICUnet.AG als kulturelles Beratungsunternehmen bemüht sich einerseits um ein besseres Verständnis fremder Kulturen und andererseits bietet sie auch diverse Projekte für Flüchtlinge an. Besonders dieser Mix führte dazu, Flüchtlingen im eigenen Betrieb eine Ausbildung anzubieten. Weiterlesen

Afghanischer Kochabend

Vor einigen Wochen wurden wir von Habib (ein Portrait von Habib findet ihr auch auf unserem Blog) nach Wegscheid in sein Wohnheim eingeladen. Voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg und sind gespannt darauf, wie Habib lebt. Wegscheid ist ein kleiner netter Ort mit ca. 5500 Einwohnern und liegt 33km von Passau entfernt an der österreichischen Grenze. Bei unserer Ankunft als wir einen Parkplatz suchen, kommt uns Habib schon mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht entgegen. Zu unserem Erstaunen trägt er nur ein grelles Sport T-Shirt und entgegnet uns: „Es ist viel zu warm. Das ist doch kein Winter!“ Da hat er wohl Recht bei diesen milden Temperaturen, die uns im Dezember begleiteten. Schnee gab es dieses Jahr in Wegscheid schon einmal und Habib verbrachte viele Stunden draußen, um die Schneelandschaft zu bewundern – dann natürlich mit einer Winterjacke.

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Iftikhar, 24 Jahre, Afghanistan – Teil 2

Meine Familie wollte, dass ich nach Australien fliehe und dort ein neues Leben beginne. Eine Flucht nach Europa ist jedoch deutlich „günstiger“ und da ich sowieso nicht viel Geld hatte, beschloss ich also mich bis nach Deutschland durchzuschlagen. Das war vor über drei Jahren.

Als ich in Deutschland aufgegriffen wurde, brachte man mich in eine Flüchtlingsunterkunft nach Rackling in Obernzell. Das Leben dort war eine einzige Katastrophe. Die Unterkunft war heruntergekommen und dreckig und ständig gab es Probleme mit der Hausmeisterin. Großen Spaß an ihrem Beruf hatte sie wohl nicht und das hat sie mit Gemeinheiten und Gehässigkeiten an uns ausgelassen. Aber davon unterkriegen lassen habe ich mich nicht – ganz im Gegenteil. Ich bin dem örtlichen Fußballverein beigetreten und habe schnell Anschluss bei den Jungs gefunden. Das war mein Glück! Einer der Jungs hat mir geholfen, eine Lehrstelle als Verfahrenstechniker in Wegscheid zu finden. Jetzt habe ich eine Aufgabe und bin mit Feuereifer bei der Sache. Die Ausbildung macht mir großen Spaß und ich lerne so viel Neues. Weiterlesen

Iftikhar, 24 Jahre, Afghanistan

Teil 1

Mein Name ist Iftikhar, ich bin 24 Jahre alt und gehöre zum afghanischen Volksstamm der Hazara. Geboren und aufgewachsen bin ich in Pakistan, in der Stadt Quetta. Viele Männer, Frauen und Kinder der Hazar sind in den letzten Jahren Opfer von Diskriminierung, Verfolgung und Gewalt geworden. Über 1.300 sind allein in meiner Heimatstadt getötet worden.

Meine Eltern haben schon immer viel Wert auf Bildung gelegt und so habe ich in Pakistan Computer Science studiert. Eines Tages kam ein Freund zu mir und sagte: „Du sprichst Englisch und kennst dich mit Computern aus. Geh nach Afghanistan und arbeite dort für die NATO als Übersetzer“. Die Aussicht, gutes Geld zu verdienen und mich für den Frieden in meinem Land einzusetzen haben mich nicht lange überlegen lassen. Ich habe meine Sachen gepackt und mich auf den Weg nach Afghanistan gemacht. Neun Monate habe ich dann für das US amerikanische Militär übersetzt und gedolmetscht. Mit meinem direkten Vorgesetzten, einem Colonel, verstand ich mich recht gut und die Arbeit hat mir trotz der Umstände mitten im Kriegsgebiet gefallen. Weiterlesen

Monir und Ramin, Afghanistan

Monir und Ramin sind zwei aufgeschlossene, junge Männer, die sich in Passau kennengelernt haben, und seitdem verbindet sie eine enge Freundschaft. Beide kommen aus Afghanistan. Ich bin den jungen Männern im AsylCafé in Passau begegnet und habe mich gleich super mit ihnen verstanden. Beide sprechen sehr gut Deutsch und haben mir von sich erzählt.

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Habib, 19 Jahre, Afghanistan

„Ich liebe Passau, es ist wunderschön hier.“ Habib sitzt neben mir auf einer Bank und seine Augen leuchten, wenn er von seiner neuen Heimat in Niederbayern erzählt. Seit einem Jahr und drei Monaten sei er in Deutschland und es gehe ihm gut, sehr gut, wie er betont. „Zuerst habe ich Deutsch gelernt. Das war gar nicht so einfach.“ Auf meinen Einwand hin, es klappe doch schon beeindruckend gut, lächelt er verschämt und erwidert „ich kann noch besser werden“. Weiterlesen

Mandezy, 23 Jahre, Afghanistan

Mandezy kommt aus Afghanistan und ist bereits seit 5 Jahren in Deutschland.
In seiner Heimat hat er ein Semester lang Politik studiert, doch dann musste er sein Land und seine Familie verlassen. In Deutschland lebte er anfangs in Frankfurt und in München und konnte in dieser Zeit viele Sprachkenntnisse sammeln. Momentan arbeitet er als Koch in Passau. Er liebt es zu kochen und hat uns von all seinen traditionellen Lieblingsgerichten aus Afghanistan erzählt. In Passau fühlt sich Mandezy sehr wohl und er mag den Humor der Bayern. 🙂