Masih, 19 Jahre, Afghanistan

Vor 3 Jahren kam Masih nach Deutschland und hat hier seitdem viel erreicht: Sein Deutsch ist super, er hat eine Ausbildungsstelle und spielt Fußball in einem Verein in Fürstenzell. Aber fangen wir erst einmal von vorne an…

Als Masih nach Deutschland kam, konnte er gerade mal einen Fetzen Deutsch. Genauso erging es auch seiner Familie. Sowohl seine Eltern als auch seine Schwester und sein Bruder sind nach Deutschland geflohen. Seinen Schulabschluss hat Masih schließlich in Deutschland gemacht, auch seine Schwester geht hier zur Schule und sein Bruder studiert. Im September hat Masih eine Ausbildung als „Fachinformatiker für Systemintegration“ bei der ICUnet.AG in Passau begonnen. Die ICUnet.AG als kulturelles Beratungsunternehmen bemüht sich einerseits um ein besseres Verständnis fremder Kulturen und andererseits bietet sie auch diverse Projekte für Flüchtlinge an. Besonders dieser Mix führte dazu, Flüchtlingen im eigenen Betrieb eine Ausbildung anzubieten.

Die ICUnet.AG unterstützt seit Anfang des Jahres Flüchtlinge, die im Rahmen eines Bildungs- und Berufseinstiegs-Programms des Wirtschaftsforums Passau e.V. die deutsche Sprache erlernen, durch Seminare, die sie auf die Landeskultur vorbereiten. Konkret geht es um interkulturelle Awareness für den deutschsprachigen Raum, insbesondere dem süddeutschen. Die Lernenden profitieren von einem tieferen Verständnis der sie neu umgebenden Kultur. „Wir beobachten eine signifikant bessere durchschnittliche Abschlussnote bei denjenigen Lernenden, die neben dem Deutschkurs auch eine interkulturelle Vorbereitung erhalten haben.“, so Dr. Fritz Audebert (ICUnet.AG-Chef).
(http://www.icunet.ag/newsroom/nachrichten/details/news/interkulturelle-schulungen-unterstuetzen-spracherwerb-bei-fluechtlingen-dr-gerhard-waschler-zu-ga/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b999f00cae7f704133681005cae2db83)

Masih kann ebenso von dieser Initiative profitieren und nimmt innerhalb der Ausbildung bei der ICUnet.AG an einem wöchentlichen Deutschunterricht teil, bei dem er sein Deutsch weiter perfektionieren kann. Zudem ist er auch in der Arbeitswelt des Unternehmens sehr gut integriert. „Bei Masih passt es einfach“, so eine Kollegin. Dementsprechend würde er auch gerne nach der Ausbildung dort arbeiten. Auf die Frage, was ihm in Deutschland am besten gefällt antwortet Masih: „Vor allem die Sicherheit. Man kann ohne Angst auf die Straße gehen.“

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