Arvid, 31 Jahre, Indien

Heute möchten wir ausnahmsweise einmal keinen Geflüchteten vorstellen. Warum? Vielleicht interessiert euch ja auch, wer außerdem noch nach Deutschland kommt. Laut dem Statistischem Bundesamt hatten im Jahr 2014 ca. 16,4 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Schauen wir uns die Zahlen einmal genauer an…

„Seit 2011 ist die Zahl der Zuwanderer von Jahr zu Jahr angestiegen. […] Auch die Zahl der Zuwanderer mit Wurzeln im außereuropäischen Ausland hat zum Teil beträchtlich zugenommen. Das betraf seit 2011 vor allem die Migranten und Migrantinnen aus China (+ 38 000 oder + 54,1 %), Syrien (+ 35 000 oder + 96,8 %) und Indien (+ 28 000 oder + 60,6 %)“ so das Statistische Bundesamt.

Letzteres Land führt mich nun schließlich zu der Vorstellung von Arvid, den wir in einem Deutschkurs kennengelernt haben. Regelmäßig besuchen wir in Passau den Unterricht, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich von uns ‚portraitieren‘ lassen. Arvid war sofort Feuer und Flamme für unsere Idee: „Darf ich trotzdem mitmachen?“ fragt er mit einem Lächeln, dem keiner widerstehen kann und so treffen wir uns auf einen Kaffee.

Arvid ist der Liebe wegen nach Deutschland gekommen, was diese Geschichte natürlich noch einmal grundsätzlich von den anderen unterscheidet. „Ich habe meine Frau Larissa in Indien getroffen. Sie hat in meiner Heimatstadt ein Praktikum gemacht und so lernten wir uns kennen.“ Aus diesem Grund ist Arvid nun auf der Suche nach einem Job in Deutschland. „Ich mag Passau sehr und aus dem Grund könnte ich mir auch vorstellen, hier zu bleiben. In Deutschland möchte ich sowieso bleiben, schließlich ist meine Familie nun hier.“ Allerdings erzählt er auch, dass sich die Wahl der Stadt, in der er leben wird, nach seinem Job richten wird. An der Mahatma Gandhi University in Kerala hat er einen Bachelor of Commerce abgeschlossen und an dem Symbiosis Centre for Distance Learning schließlich einen MBA Finance absolviert. Er war bereits bei HP und IBM beschäftigt und dementsprechend erhofft er sich, erneut bei einem angesehenen Unternehmen zu arbeiten. Zurzeit wartet Arvid noch auf einen Aufenthaltstitel [Aktualisierung: Wie Arvid mir im Nachhinein mitteilte, hat er diesen nun bekommen und sucht nun einem Job – wir wünschen ihm Viel Erfolg!].

In Passau engagiert er sich derzeit bei der Passauer Tafel. Das Angebot richtet sich an Bedürftige; diese bekommen für einen Euro pro Person Lebensmittel gestellt. Rund 200 Haushalte sind derzeit bei der Passauer Tafel gemeldet. 50 ehrenamtliche HelferInnen koordinieren die Essensausgabe eigenständig.

Seine Begeisterung für unsere Idee ist ein großes Kompliment, für das wir uns sehr gerne mit diesem Poster bedanken.

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