Moataz, 27 Jahre, Irak

Der Spaß fängt schon beim Namen an. Moataz und ich brauchen allein schon 5 Minuten, um zu klären, wie er heißt und wie man seinen Namen auf Deutsch ausspricht:

M- o – a – t – a – z, A – l – z – h – a – r – o – o – n – i.

Dabei soll der Name in einem Fluss gesprochen werden und sich in etwa so anhören: Moatasch Alsahroni. Moataz Alzharooni meint, dass es bei ihnen im Irak auch eingängigere Namen gibt. Davon merken konnte ich mir jedoch keinen. Auf Irakisch schreibt sich Moataz übrigens so: Muhtazz.

Moataz ist sehr geduldig mit mir und macht auch sonst einen sehr ruhigen Eindruck. Bald wird mir klar warum: über 10 Jahre arbeitet er in der Goldschmiede seiner Eltern mit. In der Werkstatt braucht er viel Geduld, um jegliche Art von Schmuck, Ringen, Ohrringen oder Armreifen zu fabrizieren. Von der Schmelze bis zum Feinschlief begleitet Moataz jedes einzelne Schmuckstück. Stolz zeigt er mir einen sehr schönen Ring, den er immer trägt und natürlich selbst gemacht hat.

Seine Eltern sind schon vor ihm nach Deutschland gekommen und leben seit 3 Jahren in Passau. Er selbst kommt erst jetzt, weil er im Irak sein 4-jähriges Mathematik-Studium noch abgeschlossen hat. In Deutschland wartet er nun auf die Anerkennung seines Zertifikats. Dann kann er nämlich Informatik studieren, was sein großer Wunsch ist. Der Tatendrang ist ihm in den Augen dabei deutlich anzusehen. Es macht einfach Spaß, sich mit Moataz zu unterhalten, weil er eine sehr warme und freundliche Ausstrahlung hat. Ich bewundere ihn.

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